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Finanzministerin: BER muss in öffentlicher Hand bleiben

Katrin Lange (SPD), Brandenburger Ministerin der Finanzen und für Europa. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Potsdam (dpa/bb) - Am hoch defizitären neue Hauptstadtflughafen BER sollen aus Sicht der Brandenburger Landesregierung keine privaten Teilhaber an Bord geholt werden. «Bestimmte Daseinsvorsorgen gehören in die öffentliche Hand», sagte Finanzministerin Katrin Lange (SPD) am Mittwoch im Landtag. «Deshalb gibt es in meinem Hause keine Überlegungen zu etwaigen Teilprivatisierungen.» Die Flughafengesellschaft (FBB) gehört neben Brandenburg dem Land Berlin und dem Bund. Lange sagte, die Zahlungsfähigkeit für das Jahr 2021 sei sichergestellt. Die Gesellschafter hätten zudem eine Patronatserklärung für 2022 abgegeben. «Die FBB verfügt unverändert über eine positive Fortführungsprognose», sagte Lange. Ein Insolvenzantrag sei nicht notwendig, antwortete die Ministerin auf eine Frage der Fraktion BVB/Freie Wähler. «Stattdessen muss alles daran gesetzt werden, diesen Flughafen zum Erfolg zu führen.» Wegen des Einbruchs der Passagierzahlen in der Corona-Krise dauere dies etwas länger als gedacht, es gebe dazu aber keine vernünftige Alternative.