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Ermittlung zu mutmaßlichem Anschlag in Grünheide geht weiter

Beamte sichern nach einem Brand Spuren an einem Starkstromkabel in der Nähe der Tesla-Baustelle. Foto: Jörg Carstensen/dpa

Grünheide (Mark) (dpa/bb) - Nach dem mutmaßlichen Brandanschlag auf die Stromversorgung der Tesla-Baustelle in Grünheide (Oder-Spree) gehen die Ermittlungen weiter. Nach der Spurensicherung vor Ort prüft das Landeskriminalamt unter anderem ein Bekennerschreiben aus der linken Szene. Das Feuer an den armdicken Kabeln war in der Nacht zu Mittwoch im Wald nahe der künftigen Autofabrik entdeckt worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Brand gelegt wurde.

Trotz des Feuers sind die Kabel laut Polizei noch funktionsfähig, auf den Baufortschritt gibt es nach Angaben aus Branchenkreisen keine Auswirkungen. Die «Gigafactory» des US-amerikanischen Elektroautobauers Tesla wird nach eigenen Angaben bei voller Auslastung einmal 12 000 Mitarbeiter beschäftigen.

Ob die Ermittler das Bekennerschreiben als authentisch einstufen, ist noch offen. Unter dem Autorennamen «Vulkangruppe» übt es auf der linksradikalen Internetseite Indymedia.org Kritik an der geplanten Fabrik. «Unser Feuer steht gegen die Lüge vom grünen Automobil.» Tesla sei weder grün, ökologisch noch sozial. Das Unternehmen hat sich bisher nicht zu dem Vorwurf geäußert.

Tesla baut mit vorläufigen Genehmigungen für einzelne Bauschritte, die umweltrechtliche Genehmigung durch das Land steht aber noch aus. Der Bau der Fabrik wird seit langem von Protesten begleitet.

© dpa-infocom, dpa:210526-99-748450/4