Energie Cottbus steigt in 3. Liga auf

Energie Cottbus steigt in 3. Liga auf. Foto von Soeren Stache/dpa

Der FC Energie Cottbus ist zurück im deutschen Profifußball. Mit einem ungefährdeten 2:0 (2:0) bei Hertha BSC II sicherten sich die Lausitzer am Sonntag am letzten Spieltag die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost und damit den Aufstieg in die 3. Liga. Cottbus war zuletzt in der Saison 2018/19 in der dritthöchsten Spielklasse vertreten. Unmittelbar nach Abpfiff stürmten Tausende Energie-Anhänger den Platz, schraubten die Eckfahnen ab und feierten gemeinsam mit der Mannschaft.

Trainer Claus-Dieter Wollitz bejubelte den Aufstieg gemeinsam mit rund 9000 mitgereisten Fans im Berliner Jahn-Sportpark von der Tribüne aus. Wollitz hatte in der vergangenen Woche beim 3:3-Remis gegen den FSV Luckenwalde wegen des Verlassens der Coachingzone seine vierte Gelbe Karte kassiert und war für das Saisonfinale gesperrt. Den Antrag des Vereins auf Aufhebung der Sperre und eine entsprechende Ausnahmegenehmigung hatte der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) abgelehnt.

Direkt nach Abpfiff gönnte sich Wollitz auf der Tribüne ein Glas Champagner. «Ich bin überglücklich. Ich hätte auch nicht nochmal eine Regionalliga-Saison durchgehalten. Ich war so angespannt. Ich hatte zum ersten Mal Angst, die falsche Aufstellung zu wählen», gestand Wollitz im rbb.

Hunderte Polizisten waren rund um das Spiel im Einsatz. «Vereinzelt kam es zu Freiheitsbeschränkungen, unter anderem wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Sachbeschädigungen und tätlichen Angriffe auf Vollstreckungsbeamte», sagte Polizeisprecher Martin Halweg der «Berliner Zeitung». Insgesamt wurden 14 Personen festgenommen, die Polizei sprach angesichts der vielen anwesenden Fans daher von einem «störungsarmen Verlauf».

«Nie mehr 4. Liga»

Joshua Putze in der 15. Minute und Maximilian Pronichev (24.) sorgten schnell für die Cottbuser 2:0-Führung gegen die junge Hertha-Mannschaft. Trotzdem ging Claus-Dieter Wollitz auf der Tribüne durch ein Wechselbad der Gefühle. «Ich habe eine solche Situation noch nie gehabt, dass ich im entscheidenden Spiel nicht dabei sein kann. Ich konnte seit Tagen nicht schlafen, es ist purer Druck», berichtete der Energie-Trainer. Der Sieg geriet jedoch zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. «Nie mehr 4. Liga», sangen die Energie-Fans schon lange vor dem Schlusspfiff.

In der Tabelle der Regionalliga Nordost setzte sich Energie Cottbus mit 71 Punkten vor dem Greifswalder FC (68) durch. Mit Cottbus schaffte letztlich die konstanteste Mannschaft in der Regionalliga Nordost den Aufstieg. Auch ohne den seit Oktober verletzten Kapitän Axel Borgmann hatte der einstige Bundesligist mit einer Siegesserie in der entscheidenden Saisonphase die Tabellenführung erobert. In den zurückliegenden acht Spielen gab es sechs Siege und zwei Remis. Darunter waren in den Duellen mit den direkten Aufstiegs-Konkurrenten das 2:1 gegen Greifswald und ein 2:0-Erfolg beim BFC Dynamo.


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