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Ende 2022 erste Bahnsteig-Verlängerungen auf Bahnlinie RE1

Der Regionalexpress RE1 fährt am Bahnhof in Frankfurt (Oder) ein. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Potsdam (dpa/bb) - Bis Dezember 2022 sollen die Bahnsteige an sieben Brandenburger Bahnhöfen der Regionalexpresslinie RE1 verlängert werden. Damit werden die Voraussetzungen für den Einsatz längerer Züge geschaffen, wie aus der Antwort des Verkehrsministeriums in Potsdam auf eine Anfrage aus der Linksfraktion des Landtages hervorgeht. Die Bahnhöfe in Fangschleuse nahe dem Tesla-Werk, Hangelsberg, Berkenbrück, Briesen, Jacobsdorf, Pillgram und Frankfurt (Oder)-Rosengarten sind Teil der Bahnlinie RE1, die als am stärksten genutzte Schienenverkehrsverbindung in Brandenburg gilt. Schon vor Jahren wurden im Rahmen des Verkehrsprojekts i2030 die Weichen für bessere Zugverbindungen gestellt - für kürzere Fahrtakte und längere Züge. Nach der Vergabe von Verkehrsleistungen im Netz Elbe-Spree wird die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) ab Dezember 2022 den Betrieb auf der Linie RE1 von Magdeburg über Potsdam, Berlin und Frankfurt (Oder) nach Cottbus übernehmen.

Um längere Züge einsetzen zu können, müssen die Bahnsteige auf insgesamt 11 der 43 Brandenburger Bahnhöfen der Linie RE1 ausgebaut werden. In einer ersten Stufe werden die sieben Bahnhöfe für den Einsatz sechsteiliger Doppelstockzüge mit einer Länge von knapp 158 Metern verlängert. Außer den Bahnsteigen in Fangschleuse und Frankfurt (Oder)-Rosengarten werden die anderen fünf aus der ersten Bauphase mittelfristig für den Einsatz von 210 Meter langen achtteiligen Doppelstockzügen erneut erweitert. Der Bahnhof Fangschleuse soll bis Ende 2026 ins Tesla-Gelände verlegt werden. Auch die Bahnsteige in Götz, Groß Kreuz, Potsdam Park Sanssouci und Ziltendorf werden für die Langzüge ertüchtigt.

Der Haltepunkt Frankfurt (Oder)-Rosengarten wird bereits umgebaut. Hier begannen die Planungen schon 2018. Die mit der Betriebsaufnahme eingesetzten achtteiligen Doppelstockzüge können laut Ministerium nur an jenen Bahnhöfen halten, die bereits jetzt über einen ausreichend langen Bahnsteig verfügen. Allerdings sollen im Rahmen des Projekts i2030 auch die Stationen Wusterlitz, Kirchmöser, Kraftwerk Finkenheerd und Wiesenau für eine Verlängerung ihrer Bahnsteige auf 220 Meter untersucht werden.