Eisbären Berlin: «Wir haben keine Zeit für Selbstmitleid»

Eisbären Berlin: «Wir haben keine Zeit für Selbstmitleid». Foto von Andreas Gora/dpa/Archivbild

Nach dem völlig missratenen Start der Eisbären Berlin in die Playoffs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) richtete Trainer Serge Aubin den Blick nach vorn. «Das sollte uns jetzt schon ein wenig peinlich sein - aber um Mitternacht ist das vorbei. Wir haben keine Zeit für Selbstmitleid», betonte der Kanadier am Sonntagabend nach dem 1:7 im ersten Viertelfinale gegen die Adler Mannheim.

Schließlich müssen die Hauptstädter bereits am Mittwoch zum zweiten Spiel der Best-of-Seven-Serie in Mannheim antreten (19.30 Uhr, live bei Magentasport). Aubin mahnte daher, die Heimpleite schnell abzuhaken. «Das war zweifellos eines der schlechtesten Spiele, die wir seit Längerem gemacht haben», sagte er. «Aber das Gute ist: Es ist nur ein einziges Spiel - egal, ob man nun mit 1:2 in der Verlängerung verliert, oder so verhauen wird wie wir jetzt.»

Kapitän Kai Wissmann begründete die herbe Niederlage mit elementaren Defiziten. «Mannheim war in den einfachen Dingen einfach besser. Wir brauchen eine andere Intensität», sagte er. Dass die Kurpfälzer in der vergangenen Woche bereits zwei Pre-Playoff-Spiele bestreiten mussten, während die Berliner nach dem Ende der Hauptrunde acht Tage pausiert hatten, spielt für Wissmann keine Rolle: «Wir sind Profis, das darf keine Ausrede sein», erklärte er. «Wenn das erste Playoff-Spiel der Saison ansteht, sollte jeder bereit sein.»

Angreifer Tobias Eder forderte mit Blick auf die kommende Begegnung, den Gegner stärker unter Druck zu setzen. «Das ist eine Kettenreaktion», erklärte er. «Wenn unser Forecheck gut ist, sind wir näher dran in der neutralen Zone und haben dann auch weniger Schwierigkeiten in unserer eigenen Zone.»