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Drosten-Räuchermann unter Schutz: Nachfrage aus aller Welt

In der Werkstatt des Spielzeugmachers Tino Günther in Seiffen raucht der neuesten Figur des Sortiments der Kopf. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Seiffen (dpa) - Der Schöpfer des Drosten-Räuchermännchens, Tino Günther, rüstet sich gegen Fälscher seiner international bekannten Figur. Er habe sich das Design vom Deutschen Patent- und Markenamt schützen lassen, sagte der Kunsthandwerker am Dienstag in Seiffen. Das belegt auch die Online-Datenbank der Behörde. Hersteller von Plagiaten drohten damit «saftige Strafen», erklärte Günther. Zwar können andere Hersteller Virologen-Räuchermänner verkaufen, sie dürfen aber nicht Günthers Figur zu ähnlich sehen. Sie erinnert stark an Christian Drosten, den Leiter der Virologie an der Berliner Charité. Über den Schutz der Figur hatte zuvor das Internetportal «TAG24» berichtet.

Bisher seien rund 15.000 Exemplare ausgeliefert worden, sagte Günther. «Und die Nachfrage ist weiterhin groß.» Bis auf Afrika habe es Bestellungen von allen Kontinenten gegeben bis hin nach Japan. Doch ist nicht jedem Kunden des Prinzip Räuchermann vertraut. «Es gab Beschwerden, dass die Figur kaputt sei, weil sie in der Mitte auseinandergeht», erzählte Günther. Andere hätten gefragt, wo sie das Räucherstäbchen reinstecken müssen. Das große Interesse hat auch schon Nachahmer auf den Plan gerufen. So sei im Internet eine ähnliche Figur aus Ton angeboten worden. Mit dem Designschutz hofft Günther, besser gegen solche Plagiate vorgehen zu können.

Und auch ein Treffen mit dem echten Christian Drosten soll es geben. Günther hatte den Virologen in das Erzgebirgsörtchen Seiffen eingeladen. Drosten habe sich bei ihm gemeldet, ein Treffen sei für Anfang kommenden Jahres angedacht. Und Günther tüftelt inzwischen auch an einer zweiten Variante des Drosten-Räuchermannes in einer größeren Version.


 
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