-

Dresdner Stollenbäcker tanzen über Berliner Kreuzung

Riesige Stollen werden bei einem Flashmob auf dem Potsdamer Platz präsentiert. Foto: Jörg Carstensen/dpa

(dpa) - Mit einem Flashmob haben die Dresdner Stollenbäcker am Montag die diesjährige Saison offiziell eröffnet - in Berlin. 24 von ihnen sorgten tanzend in weißen Jacken und Bäckermützen samt Riesen-Stollensiegel jeweils bei Grün auf dem Zebrastreifen für «Puderzuckermomente» auf einer Kreuzung am Potsdamer Platz. Und auch ein erster Striezel - ein alter Begriff für das traditionelle Weihnachtsgebäck - wurde in der Bundeshauptstadt angeschnitten.

«Der Dresdner Christstollen ist ein wahrer Genussbotschafter», «der wohl leckerste Touristenmagnet und wichtiger Bestandteil des Weihnachtslandes Sachsen», sagte der Bevollmächtigte des Freistaates, Conrad Clemens, laut Mitteilung später in der Vertretung. Mit im Gepäck hatten die Dresdner Stollenbäcker drei zwölf Kilogramm schwere Dresdner Christstollen. Man wolle so auch außerhalb Sachsens auf Tradition und handwerkliches Können aufmerksam machen, erklärte der Vorsitzende des Schutzverbandes Dresdner Stollen, Andreas Wippler, die Premiere. «Er wird keen Berliner, kann aber eben sehr gern hier vernascht werden.»

Die traditionelle Stollensaison dauert rund 60 Tage und beginnt spätestens nach dem Reformationstag. Der Verein wurde im September 1991 gegründet, mehr als 110 Mitgliedsbetriebe haben sich dem Schutz der besonderen sächsischen Spezialität als Markenprodukt und geografische Herkunftsbezeichnung verschrieben. Pro Jahr werden rund 4,5 Millionen Goldene Stollensiegel für diese winterliche Köstlichkeit vergeben, auch im Corona-Jahr 2020, sagte Geschäftsführerin Karoline Marschallek. «Und nur damit ist es ein echter Dresdner Christstollen.»