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Drei Länder machen gemeinsame Sache bei der Schul-Cloud

Eine Schülerin bedient das Schul-Cloud-Portal auf ihrem Tablet. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Potsdam (dpa) - Niedersachsen, Thüringen und Brandenburg wollen das digitale Lernen ausbauen und gemeinsam die Schul-Cloud des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) weiterentwickeln. Die drei Länder unterzeichneten am Freitag in Potsdam ein entsprechendes Abkommen. Mit dem System können Schülerinnen und Schüler in digitalen Räumen gemeinsam lernen - mit Lernmaterial, Chats und Konferenzen. Bundesweit greifen nach Angaben des HPI rund 4000 Schulen und knapp 1,4 Millionen Nutzerinnen und Nutzer auf das System zurück. «Umso mehr freuen wir uns, dass sich die Bundesländer Niedersachsen, Brandenburg und Thüringen, die bereits landesspezifische Varianten der HPI Schul-Cloud anbieten, darauf verständigt haben, das Forschungsprojekt zu übernehmen und für die schulische und berufliche Bildung weiterzuentwickeln», sagte HPI-Direktor Christoph Meinel in einer gemeinsamen Mitteilung mit den drei Ländern, die die Cloud in den Regelbetrieb übernehmen.

Brandenburgs Bildungsstaatssekretärin Ines Jesse sprach von einem «Leuchtturmprojekt der Digitalisierung» in der Bildung. «Mit der Schul-Cloud Brandenburg haben wir bisher gute Erfahrungen gemacht - insbesondere bei der pandemiebedingten Ausweitung des Pilotbetriebes für alle Brandenburger Schulen.» Thüringens Bildungsstaatssekretärin Julia Heesen sagte, mittlerweile arbeiteten fast 900 Schulen in Thüringen stabil mit der Schul-Cloud. Die schnelle Entwicklung der Cloud sei aktive Pandemiebekämpfung gewesen. Niedersachsens Kultusstaatssekretärin Gaby Willamowius sagte, rund 1600 Schulen seien in der Niedersächsischen Bildungscloud registriert, sie habe sich auch in Hochzeiten mit vielen Zugriffen als stabil erwiesen und sei datenschutzkonform.

Das Bundesbildungsministerium hatte im März 2020 als Reaktion auf die Corona-Pandemie entschieden, die HPI Schul-Cloud deutschlandweit für alle Schulen zu öffnen, die keine vergleichbare Lösung des Landes oder Schulträgers nutzen konnten. Das quelloffene und freie System war in der Branche nicht unumstritten, es steht vor allem im Wettbewerb mit Lösungen, die auf der Open-Source-Plattform Moodle aufsetzen.


 
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