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Domowina in Sorge um sorbische Museen im ländlichen Raum

Das Sorbische Museum Bautzen. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Bautzen (dpa) - Der Bund Lausitzer Sorben (Domowina) sorgt sich um die Zukunft sorbischer Museen im ländlichen Raum. Deren Betreiber seien mit der Erarbeitung des Eigenanteils für Fördermittel, Erwirtschaftung der Betriebskosten sowie wachsender Bürokratie überlastet, teilte die Domowina am Freitag mit. Zu diesem Thema hatte sich Domowina-Chef Dawid Statnik unlängst mit dem Vorsitzenden der Stiftung für das sorbische Volk, Jan Budar, und weiteren Vertretern sorbischer Institutionen verständigt.

Man müsse eine Lösung finden, die die sorbische/wendische Museumslandschaft als Ganzes berücksichtigt, betonte Budar. «Diese Museen sind nicht nur Teil unseres Kulturerbes, sondern auch attraktive Bildungsorte für Schüler und Touristen und wichtige Treffpunkte für Vereine.» Wenn jemand ein solches Konzept erarbeite, werde die Stiftung das gern unterstützen.

Der Bautzener Domowina-Regionalvorstand sieht dringenden Bedarf, dass sich jemand hauptamtlich um die finanzielle und materielle Ausstattung der Museen kümmert und deren konzeptionelle Arbeit begleitet. Im Bereich Bautzen betreffe das vor allem das Schulmuseum «Korla Awgust Kocor» in Wartha (Stróža) und das «Martin-Nowak- Neumann-Haus» in Nechern (Njechorń). Doch auch über die Zukunft des Ćišinski-Museums in Panschwitz-Kuckau (Pančicy-Kukow) denke man nach. In der Niederlausitz sorge das Tauziehen um die Finanzierung für das Heimatmuseum Dissen (Dešno) seit vergangenem Jahr für Schlagzeilen.