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Die herzerfüllende Seelenbotschaft des Joachim Pfützenreuter

Die herzerfüllende Seelenbotschaft des Joachim Pfützenreuter Foto: Joachim Pfützenreuter

Der Komponist Joachim Pfützenreuter erregt erstmals auf dem Kompositionswettbewerb im Palais Palffy in Wien im Jahr 2019 ernstzunehmendes Aufsehen. Sein Opus 77  “Der Clown” wird dort mit dem ersten Preis prämiert. Pfützenreuters neueste Komposition aus dem Jahr 2022, das viersätzige Klavierquintett Nr.1 op.80  für Streichquartett und Klavier, wird ähnliche Erfolge erzielen.

Auch der Literatur ist Pfützenreuter engagiert zugetan, so wird in Kürze eine CD mit Gedichten und Musik veröffentlicht. Was der Komponist außerdem noch plant, woher er kommt, wie er selbst sein Werk beurteilt, welche große Vision er fokussiert, verrät er uns in folgendem exklusiven Gastbeitrag:

“Meine Familie war meine erste Inspirationsquelle. Mein Vater lieferte mir durch sein eigenes improvisatorisches Spiel den ersten wichtigen Input, als ich gerade einmal vier Jahre alt war. Auch das Anhören der damals noch weit verbreiteten 45er-Singles lieferte mir Ideen, eigene Werke zu komponieren. Durch meine Mutter lernte ich die klassischen Komponisten wie Vivaldi, Bach, Mozart und Beethoven kennen und lieben!” 

Mit 17 Jahren schrieb Pfützenreuter die erste Sonate für Klarinette und Klavier op.1 in e-Moll. Sein damaliger Musiklehrer drückt seinen Gefallen darüber aus, sodass in der Folge schnell weitere Werke entstehen. Als Pianist wendet er sich früh der Kammermusik zu und gründet erste Ensembles. Dabei ist es für ihn unverzichtbar, ein gutes Ohr für seine Mitspieler zu haben, egal ob es sich um ein Ensemble, Sänger oder ein Orchester handelt. ‘Hier ist mehr Emotionalität als Rationalität gefragt’, so der Pianist. Auch als Komponist sieht er die schönsten Momente aus dem Unbewussten und dem Unreflektierten heraus entstehen. “Geplante” Formabläufe werden zugunsten einer emotional begründeten Formgebung verworfen. So weicht die “rationale“ Entscheidung der “emotionalen”. Zwanghaft ausschließlich intellektuelle und verkopfte Musik, wie die meisten Werke der zeitgenössischen Avantgarde, spricht nach dem Verständnis Pfützenreuters den Zuhörer nicht in Herz und Seele an.  

Herz und Seele gewinnen

In den Gedanken über das “Gewinnen von Seelen” durch seine Musik stellt sich für Pfützenreuter die Grundsatzfrage: Wie kann ich dies erreichen, ohne nur ein spezielles Publikum anzusprechen? Dass es ihm in seinem Schaffen in erster Linie um das Wesentliche, um Wahrheit und Authentizität geht, verdankt er seiner schillernden Persönlichkeit, die vor keiner Neuheit halt macht, sie weder verteufelt noch gleich in den Himmel lobt. Dadurch gelangt er zu einem breit gefächerten Emotions- und Stil-Arsenal, das sich trotz seiner tiefen Verbundenheit mit der “alten” Klassischen Musik homogen eingemischt hat und an einigen Stellen manchmal deutlicher hervortritt. Damit möchte er möglichst viele Menschen mit seiner Musik faszinieren und bezaubern können, egal welche Hörgewohnheiten sie haben. Das mag bei manchen neuzeitlichen Musikstilen schwierig sein, doch spätestens nach dem Anhören des ersten Satzes seines 1. Klavierkonzertes Op.70, wo die Pauke in der Klavier-Solokadenz sich offbeat-artig kämpferisch dazu gesellt und in einen hoch-aggressiven Dialog verfällt, werden sich die wenigen „Popularmusik-Konsumenten“ auch wiedererkennen und sich gesellschaftlich angenommen fühlen. Daraus ergibt sich für Pfützenreuter die Ideal-Vision, den leidenschaftlichen Applaus von Alt und Jung auslösen und auf Dauer ein großes Publikum begeistern zu können!

Erfahren Sie auf seiner Webseite mehr über seine neuesten Kompositionen und lassen Sie sich durch seine Musik inspirieren.