Deutsche Bank findet im Homeoffice-Streit vorerst Kompromiss

Deutsche Bank findet im Homeoffice-Streit vorerst Kompromiss
Trotz der Pläne von Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing, die Büropräsenz zu erhöhen und auf restriktivere Homeoffice-Regeln zu setzen, soll es zumindest in Deutschland für die Beschäftigten nun einen vorläufigen Bestandsschutz geben. Das geht aus einem Schreiben des Konzern- und Gesamtbetriebsrats hervor, über das das "Handelsblatt" (Dienstagausgabe) berichtet. In Deutschland arbeitende Beschäftigte, die bislang an drei Tagen pro Woche von zuhause aus arbeiteten oder die sowohl freitags als auch montags im Homeoffice waren, können diese Arbeitsmodelle zumindest vorläufig fortführen. Genau diese Praxis hatte Sewing mit einer E-Mail im Februar eigentlich abschaffen wollen.
Er will künftig eine Homeoffice-Obergrenze von 40 Prozent durchsetzen und die Kombination von Homeoffice-Tagen am Freitag und am Montag abschaffen. Seither verhandeln die Bank und der Betriebsrat darüber. In dem Schreiben, das auf Anfang Juni datiert, verweist der Betriebsrat auf den Frage-Antwort-Katalog des Instituts und erläutert diesen. Darin heißt es "nur für Deutschland": Obwohl man alle Mitarbeitenden ermutige, "ihre Arbeitsmodelle in Workday zu aktualisieren und neu zu registrieren", sei dies "in Deutschland nicht zwingend vorgeschrieben". Registrierungen aus dem Jahr 2023 blieben "rechtlich gültig, bis die Deutsche Bank diese Vereinbarungen gegebenenfalls formell aufhebt". Insider bestätigten der Zeitung, dass dies auf einen vorläufigen Bestandsschutz hinauslaufen soll. Eine Sprecherin der Deutschen Bank erklärte auf Anfrage, das Institut habe in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass es alle Beschäftigten ermutige, ihre Arbeitsmodelle an die neuen Richtlinien anzupassen. "Gleichzeitig geben wir den Mitarbeitenden aber noch Zeit", sagte sie.

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