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«Das ist Antisemitismus»: Plakatkampagne in Berlin

Iris Spranger (SPD, Innensenatorin in Berlin, spricht. Foto: Annette Riedl/dpa/Archivbild

Berlin (dpa/bb) - Antisemitismus kann sich auch verdeckt äußern in Witzen, Liedern oder Bemerkungen - darauf weist der Berliner Senat mit einer Plakatkampagne hin. «Antisemitismus hat viele Formen, alle können erkannt werden», heißt es auf den Plakaten, die Innensenatorin Iris Spranger (SPD) am Montag vorstellte. Fotos zeigen etwa einen Mann, der sich lachend auf die Schenkel haut, einen Sänger vor einem Mikrofon und einen Dozenten oder Lehrer im Unterricht. «Das ist Antisemitismus und kein Witz» und «Das ist Antisemitismus und kein Reim» lauten Überschriften.

«Hinsehen, Erkennen, Handeln», fordert der Senat auf. Die Kampagne richte sich an Zeugen antisemitischer Vorfälle. Antisemitismus komme eben in vielen Facetten vor und sei nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Die Kampagne solle daher auch der «Dunkelfelderhellung» in dem Bereich dienen. Plakate, bewegte Bilder und Postkarten sollen in den nächsten zwei Wochen in der Stadt zu sehen sein. Bei der Konzeption wirkte auch ein Fachbeirat aus der jüdischen Community mit. Materialien für die Bildungsarbeit an Schulen und anderen Einrichtungen würden erarbeitet. Spranger betonte: «Der Kampf gegen Antisemitismus ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das Handeln aller Menschen in unserer Stadt ist gefragt.» Jeder Mensch in Berlin könne auf Vorfälle achten und Betroffenen zur Seite stehen.