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DIN-NORM 77230 für die Finanzberatung kommt Anfang 2018

Im Interview mit Kai Fürderer, Geschäftsführer der QIDF-Gruppe. Foto: QIDF
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In den letzten Jahren wurden für den Verbraucher viele durchaus positive Neuerungen auf EU-Ebene geschaffen. Solvency 1 und 2, IDD, Gesprächsdokumentation usw. Aber mal ehrlich, wer weiß was sich dahinter verbirgt? Wer hat die Zeit und die Muse sich damit zu beschäftigen? Also wendet man sich als Verbraucher, wenn es um eine Finanzberatung geht, an seine Bank, einen Finanzberater oder Makler, sprich, eine Person seines Vertrauens. Eine individuelle Finanzanalyse soll Licht ins Dunkel bringen um Entscheidungen zu treffen, damit z.B. Altersarmut kein Thema wird.

Nach einem Bericht der DIN e.V.-Berlin sieht die Realität etwas anders aus:

„Testberichte zeichnen seit Jahren ein kritisches Bild von der Finanzberatung für private Haushalte in Deutschland: Je nach Anbieter unterschiedliche und teilweise intransparente Beratungskonzepte sorgen für Verunsicherung auf Seite der Kunden. Allgemeine Maßstäbe über die Inhalte, Ziele und den Ablauf einer kundengerechten Finanzanalyse fehlen bislang. Für den Kunden ist ein Vergleich nahezu unmöglich.“

Um dem Verbraucher greifbare Vergleichsmöglichkeiten zu bieten, wurde 2012 der erste DIN-Standard für die Beratung privater Kunden unter dem Namen DIN SPEC 77222 gestartet. Hierauf basierend entwickelt ein Experten-Team seit 2014 eine DIN-Norm, mit der Anfang 2018 zu rechnen ist.

Der Geschäftsführer der QIDF-Gruppe Herr Kai Fürderer, der auch Beirat der Gesellschaft für Qualitätsprüfung ist, sieht „mit der Einführung der DIN-Norm, für den Kunden endlich einen Mindeststandard definiert, der für Finanzberater, Banker und Verbraucherschützer gleichermaßen gilt.“

Auf die Frage: „Wie muss sich das der Verbraucher konkret vorstellen?“ zeigte Herr Fürderer ein deutliches Bild auf: „Bei der Finanzanalyse nach DIN geht es nicht mehr um die Frage, welches Produkt später angeboten wird, sondern es kommt zu einer pro-aktiven „Pflicht-Ansprache“ der existenziellen Risiken des Kunden. Themen wie z.B. Absicherung der Arbeitskraft oder die fehlende Haftpflichtversicherung müssen als Top-Thema angesprochen werden und dürfen nicht in zig denkbaren Empfehlungen, Angeboten untergehen.“

Weitere Informationen zum Thema DIN-Norm finden Sie unter www.defino.de, dem Initiator der DIN für die Finanzberatung, www.QIDF-Gruppe.de  oder https://www.din.de/blob/71284/1a7b0243dd87ab33d2b171a9d0fe4a30/broschuere-din-spec-77222-data.pdf

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