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Corona-Drohbriefe gegen Lehrkräfte: Senatorin stellt Anzeige

Astrid-Sabine Busse (SPD), Senatorin für Bildung, Jugend und Familie. Archivfoto: Annette Riedl/dpa

Wegen mehrerer Drohbriefe mit Gewaltandrohungen gegen Lehrkräfte hat Berlins Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD) eigenen Angaben zufolge Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. «Die Drohbriefe, die per Post an viele Schulen verschickt wurden, stammen offenkundig von militanten Coronaleugnerinnen und -leugnern», teilte die Senatsverwaltung am Donnerstag mit. In den Schreiben werde den Lehrkräften mit Tod und Gewalt gedroht, sollten sie im Herbst und Winter an den Schulen erneut Infektionsschutzmaßnahmen wie die Maskenpflicht oder anlasslose Tests umsetzen.

««Die eifrigsten Corona-Nazis Ihres Kollegiums greifen wir uns bevorzugt» und werden «die Nasen brechen und mal einen aufschlitzen», heißt es in den abstrusen Schreiben, die an die Schulleitungen verschickt wurden», teilte die Senatsverwaltung weiter mit. Bildungsstaatssekretär Alexander Slotty hatte am Donnerstag im Abgeordnetenhaus von 34 betroffenen Schulen in neun Bezirken berichtet. «Jegliche Gewaltandrohungen gegen unsere Lehrkräfte, die in der Pandemie besonders gefordert waren und sind, stellen ein absolutes NoGo dar», teilte Busse mit. «Hierauf müssen wir alle entschieden reagieren.»


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