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Bundesagentur für Sprunginnovationen fordert mehr Geld

Bundesagentur für Sprunginnovationen fordert mehr Geld
Deutschland und Welt: - Deutschlands Top-Innovator Rafael Laguna fordert mehr Geld und mehr Freiheiten, um bahnbrechende Innovationen zum Erfolg zu führen. "Spätestens nach der Wahl brauchen wir jährlich 130 Millionen Euro", sagte der Chef der neuen Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND), die im Auftrag der Bundesregierung herausragende Innovationen sucht und fördert, dem "Handelsblatt". Nur dann sei es möglich, wie im ersten Jahr mehr als 400 Projektideen zu sichten und mindestens vier Projekte finanziell massiv zu fördern.
Das jüngste Großprojekt der SPRIND ist ein innovatives Medikament gegen Alzheimer. "Es basiert, ähnlich wie die mRNA von Biontech, auf einem völlig neuen Mechanismus", sagte Laguna. "Das begeistert uns, weil es eine Plattform-Innovation ist, die auch gegen Parkinson, ALS oder Diabetes helfen könnte." Neben mehr Geld fordert Laguna ein Gesetz, welches die Agentur von regulatorischen Fesseln befreit: "Bürokratiemonster vom Vergabe- bis zum Beihilferecht, die Missbrauch von Steuergeld verhindern sollen, sind für Innovatoren tödlich. Die Amerikaner und Chinesen lachen sich tot." Es könne auch nicht sein, dass die Agentur für jedes überdurchschnittliche Gehalt eine Ausnahmegenehmigung brauche. "So kann man auf Dauer keine Sprunginnovationen voranbringen. Wir brauchen die Freiheit, die besten Experten und Expertinnen anzuheuern, die es gibt", forderte der SPRIND-Chef. So könne die Agentur zum Modell für Start-ups von Forschungsorganisatoren und Universitäten werden. Neben dem Alzheimer-Medikament fördert die Agentur auch die Entwicklung eines Analogrechners. "Das Thema boomt weltweit und wird als Rettung der KI gehandelt, weil digital die Grenzen erreicht sind." Hier "müssen wir uns sehr beeilen, damit uns nicht andere zuvorkommen".
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