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Brauer rechnen mit Preisanstieg beim Kneipenbier auf 7,50 Euro

Brauer rechnen mit Preisanstieg beim Kneipenbier auf 7,50 Euro
Deutschlands Bierbrauer rechnen mit drastischen Erhöhungen des Bierpreises in den nächsten Monaten. Der "Bild" sagte der stellvertretende Vorsitzende des Brauereiverbands Berlin-Brandenburg, Stefan Fritsche: "Wenn Brauereien und Gastronomen ihre Mehrkosten voll an den Verbraucher weitergeben, sind wir Ende dieses Jahres bei 7,50 Euro für den halben Liter Bier." Viele Kunden seien allerdings nicht mehr bereit, solche Preise zu zahlen, sagte Fritsche der "Bild".
Die Branche stehe daher "vor der größten Herausforderung in der deutschen Brau-Geschichte. Vielen Brauereien droht das Aus." Er forderte einen "Bier-Gipfel im Kanzleramt, damit Deutschlands wichtigstes Kulturgut nicht ausstirbt". Teilnehmen sollten laut Fritsche Landwirtschaftsminister und Wirtschaftsminister auch aus den Ländern, um "ein deutschlandweites Brauereisterben zu verhindern". Es drohe eine Lage, in der nur noch wenige Konzern-Großbrauereien sich am Markt behaupten könnten. Wolfgang Koehler senior, Chef der Darmstädter Privatbrauerei, sagte der "Bild": "Die derzeitigen Kostensteigerungen für Brauereien sind eine kaum zu bewältigende Herausforderung und folgen unmittelbar der Coronakrise, die uns Brauereien bereits total ausgezehrt hat." Nötig seien "unabdingbare Preiserhöhungen" beim Fassbier, "nach extremen Erhöhungen der Produktionskosten". Auch der Preis für den Kasten im Supermarkt werde spürbar steigen. "Anderenfalls müssten sich viele Verbraucher von ihren bisherigen Lieblingsbieren verabschieden", warnte Koehler senior. Brauerbund-Chef Holger Eichele sprach von "massiven Kostensteigerungen". Verteuert hätten sich insbesondere Strom und Gas (um 750 Prozent), Kronkorken um 120 Prozent, Braumalz um 90 Prozent, Bierfässer um 60 Prozent und Kohlensäure um 90 Prozent. "Wir arbeiten seit nunmehr fast drei Jahren in einem permanenten Krisenmodus", sagte Eichele. Kostensteigerungen und unerwartete Engpässe in den Lieferketten begleiteten die Branche schon seit Beginn der Corona-Pandemie.

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