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Brandenburgs Wirtschaftsminister befürchtet Gas-Stopp nach Pipeline-Wartung

Brandenburgs Wirtschaftsminister befürchtet Gas-Stopp nach Pipeline-Wartung. Archivfoto: Soeren Stache/dpa

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) befürchtet, dass Russland nach der anstehenden Wartung der Gas-Pipeline Nord Stream 1 seine Gas-Lieferung nicht wieder aufnimmt. Der «Bild» sagte er am Dienstag auf die Frage, ob die Pipeline nach zehn Tagen wie üblich wieder aufgedreht werde: «Aus den Umständen schließe ich: Man wird womöglich Argumente finden, den Lieferstopp dauerhaft zu verlängern. Mit 70 bis 80 Prozent Wahrscheinlichkeit.»

Am 11. Juli beginnen jährliche Wartungsarbeiten von Nord Stream 1, die in der Regel zehn Tage dauern. Dann fließt kein Gas durch die Pipeline. Die große Sorge ist, dass Russland nach der Wartung den Gashahn nicht wieder aufdreht. Vor einem solchen Totalausfall russischer Gaslieferungen durch Nord Stream hatte unter anderem auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) gewarnt.

Steinbach sagte der «Bild»: «Der Lieferstopp führt zu einer Verknappung, die uns zu teuren Zukäufen aus anderen Ländern zwingt. Dann können wir die Gasspeicher nicht weiter füllen. Das könnte im Laufe des Sommers zu weiteren staatlichen Eingriffen der Stufe 3 führen.»

Habeck hatte wegen der Drosselung der russischen Gaslieferungen die Alarmstufe als zweite Stufe im Notfallplan Gas ausgerufen. Bei der darauf folgenden Notfallstufe wäre eine Folge, dass der Staat einschreiten muss, um den Verbrauch zu verringern.


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