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Brandenburgs Ministerin warnt vor Hitzewelle: Temperaturen bis 38 Grad

Brandenburgs Ministerin warnt vor Hitzewelle: Temperaturen bis 38 Grad. Archivfoto: Paul Zinken/dpa

Angesichts einer erwarteten Hitzewelle in der Region mit Temperaturen bis 38 Grad hat Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) zum Schutz besonders gefährdeter Mitmenschen aufgerufen. «Gerade ältere, chronisch kranke oder pflegebedürftige Menschen, Kleinkinder und Schwangere sind durch Hitzebelastung gefährdet», mahnte die Ministerin am Sonntag. «Ich bitte darum alle Brandenburgerinnen und Brandenburger: Geben Sie auf sich und Ihre Mitmenschen acht.»

Die durch den Klimawandel hervorgerufenen langen Hitzeperioden hätten in den vergangenen Jahren auch in Brandenburg gravierende Folgen gehabt, warnte das Ministerium. Das Landesamt für Statistik habe im vergangenen Jahr 111 Hitzetote registriert, mehr als doppelt so viele wie im Durchschnitt der Jahre seit 1985 (54). Im Jahr 2020 waren es demnach 145 Hitzetote und 2019 waren es 126. Ein trauriger Rekord wurde 2018 mit 362 Hitzetoten gemeldet.

Ausreichendes Trinken von mindestens drei Litern alkoholfreier Flüssigkeit am Tag sei das wichtigste Mittel zur Selbsthilfe, sagte die Ministerin. «Bei Symptomen wie Übelkeit, Schwindel oder sogar Erbrechen und Störung des Bewusstseins muss unbedingt gehandelt werden, denn dies sind erste Anzeichen für einen drohenden Hitzschlag.»

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) von Sonntag muss am Dienstag mit Temperaturen von 31 Grad in der Uckermark und 36 Grad in der Elbe-Elster-Niederung gerechnet werden. Am Mittwoch erwarten die Meteorologen in der Region Berlin-Brandenburg Höchsttemperaturen zwischen 34 und 38 Grad. Von Mittwochabend an müsse dann örtlich mit Schauern oder schweren Gewittern gerechnet werden, sagte eine Sprecherin des DWD.

Derzeit werde von der Brandenburger Landesregierung ein Hitzeaktionsplan erarbeit, der im September fertig sein solle, teilte das Ministerium mit. In Zusammenarbeit mit allen Akteuren unter anderem aus dem Gesundheitswesen sei es das Ziel, etwa in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen konkrete Maßnahmen wie den Einbau von Thermoverglasungen, Trinkbrunnen oder Lüftungssystemen anzustoßen.


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