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Brandenburger Tierheime bekommen erneut Geld vom Land

Ein Hund schaut neugierig aus seinem Gehege in einem Tierheim. Foto: Marcus Brandt/dpa/Symbolbild

Potsdam (dpa/bb) - Tierheime in Brandenburg, die in der Corona-Pandemie in finanzielle Notlage geraten sind, erhalten erneut Unterstützung vom Land. Ein Sonderprogramm des Ministeriums für Gesundheit, Soziales, Integration und Verbraucherschutz hat einen Umfang von 370.000 Euro. Damit solle insbesondere die Versorgung von herrenlosen und ausgesetzten, zurückgelassenen oder verlorenen Fund- oder Abgabetieren wie Katzen und Hunden sichergestellt werden, sagte Ministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Sonntag. Die entsprechende Richtlinie trat den Angaben zufolge am 1. Juli in Kraft und gilt bis Ende des Jahres. Die Frist für Anträge endet am 31. August. Der Landestierschutzbeauftragte Stefan Heidrich rief dazu auf, von der Möglichkeit schnell Gebrauch zu machen. Im Interesse des Tierschutzes sei das Antragsverfahren vereinfacht worden, betonte er.

«Die Situation der Tierheime ist ernst. Durch die Pandemie sind wichtige Möglichkeiten für Öffentlichkeitsarbeit und Spendenakquise weggebrochen», sagte der Vorstandschef des Landestierschutzverbandes, Rico Lange. Dem Verband sind 27 Tierschutzvereine mit 15 Tierheimen angeschlossen. Tierheime finanzieren sich im Wesentlichen durch Spenden und die Vermittlung von Tieren. Wegen der Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie waren die Häuser für den Besucherverkehr geschlossen, die Vermittlung von Tieren war nur eingeschränkt möglich. Spendenveranstaltungen und ehrenamtliche Helfer blieben aus. Im vergangenen Jahr stellte das Land den Tierheimen 555.000 Euro aus dem Corona-Rettungsschirm bereit.


 
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