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Brandenburger Schüler starten mit Präsenzunterricht

Eine Lehrerin schreibt in einer Schule an die Tafel. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Potsdam (dpa/bb) - Nach den Weihnachtsferien ist der Präsenzunterricht in Brandenburgs Schulen nach Angaben des Bildungsministeriums wieder planmäßig angelaufen. Nur wenige Schüler seien aufgrund der ausgesetzten Präsenzpflicht in den Jahrgangsstufen 1 bis 5 sowie 7 und 8 nicht zur Schule gekommen, teilte das Ministerium am Montag in Potsdam mit. «Ähnlich wie vor Weihnachten gehen wir davon aus, dass circa 2,5 bis 5 Prozent der Schülerinnen und Schüler die ausgesetzte Präsenzpflicht in Anspruch nehmen.»

Bis auf wenige Ausnahmen an einzelnen Schulen sei gegenüber Dezember auch kein erhöhter Krankenstand beziehungsweise Quarantäne bei Schülern oder Lehrkräften gemeldet worden. Vor Beginn der Weihnachtsferien waren rund 450 Lehrkräfte und etwa 11.200 Schüler in Quarantäne. Gut 370 Lehrkräfte und rund 5200 Schüler waren positiv getestet.

Die rund 293.000 Schülerinnen und Schüler müssen sich drei Mal pro Woche zu Hause vor dem Schulbesuch selbst testen. Die angestrebten fünf Tests pro Woche gibt es noch nicht, weil die Beschaffung der Testkits länger dauert. Laut Ministerium wird dies voraussichtlich erst Mitte Februar möglich sein.

Unterdessen haben die Gesundheitsämter in Brandenburg nach dem Jahreswechsel-Wochenende vergleichsweise wenige Corona-Neuinfektionen gemeldet: Innerhalb eines Tages seien 328 Fälle hinzugekommen, teilte das Gesundheitsressort am Montag mit. Am Vortag waren es 678 neue Ansteckungen nach 870 am Neujahrstag. Allerdings hatten am Montag wie schon am Wochenende einige Landkreise und kreisfreie Städte keine Daten übermittelt. Die Zahl bestätigter Fälle der Omikron-Variante lag nach Ministeriumsangaben bei 289; vor einer Woche waren es 107.

Die Zahl der neuen Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche sank in Brandenburg landesweit gegenüber dem Vortag leicht auf 364,5. Vor einer Woche hatte dieser Wert bei 391,7 gelegen. Mit 635,3 verzeichnete Cottbus unter den kreisfreien Städten und Landkreisen deutschlandweit weiterhin die zweithöchste Sieben-Tage-Inzidenz. Dort haben nach Angaben der Stadt zur Kontaktverfolgung zehn weitere sogenannte Scouts am Montag ihren Dienst angetreten. Insgesamt werde das Gesundheitsamt dafür nun von 74 zusätzlichen Kräften unterstützt.

Vollständig geimpft sind in Brandenburg nach Daten des RKI erst 64,5 Prozent der Bevölkerung. Im Vergleich der Bundesländer bleibt Brandenburg damit weiter auf dem vorletzten Rang vor Schlusslicht Sachsen. Bundesweit sind laut RKI 71,2 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

Auch für das neue Jahr haben Kritiker der Corona-Maßnahmen von Bund und Land wie bereits am vergangenen Montag Proteste angekündigt. In Potsdam will das Bündnis «Potsdam bekennt Farbe» Corona-Leugnern mit ihren Aktionen die Stadt nicht überlassen und hat einen Demonstrationszug angekündigt.

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