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Brandenburger Linksfraktion dringt auf mehr Impfstoff gegen Corona

Eine Spritze mit einem Impfstoff. Foto: Sina Schuldt/dpa/Symbolbild

Perleberg (dpa/bb) - Die Linksfraktion im Brandenburger Landtag fordert vor der Bund-Länder-Runde mehr Impfstoff gegen das Coronavirus, damit es gerade jetzt nicht zu Engpässen kommt. «Es kann doch nicht sein, dass jetzt schon wieder Impfstoff fehlt, gerade angesichts von Omikron - wo es auf jede einzelne Impfung ankommt», sagte Linksfraktionschef Sebastian Walter. Er forderte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) dazu auf, «viel mehr Druck» zu machen. «Das Mindeste, was ich nach zwei Jahren Corona und so vielen Debatten ums Impfen erwarte, ist: genügend Impfstoff.» Das Kreiskrankenhaus Prignitz in Perleberg habe in dieser Woche Alarm geschlagen, auch der Hartmannbund.

Der Ärzteverband hatte kritisiert, dass viele jüngere Menschen mangels Impfstoffs nach Hause geschickt werden müssten, weil für sie laut der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) nur das Vakzin von Biontech in Frage komme. Die Impfkampagne nimmt nach dem Jahreswechsel bundesweit an Fahrt auf. Brandenburg liegt beim Anteil der geimpften Bevölkerung trotz zahlreicher Impfungen im Dezember weiter unter dem Bundesdurchschnitt.

Die Regierungschefs von Bund und Ländern beraten am Freitag über den Kurs gegen eine Ausbreitung der Omikron-Welle. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) setzt bei der Frage nach einer Verkürzung der Quarantäne etwa für Klinikpersonal laut Regierungssprecher Florian Engels auf die Expertise des Expertenrats der Bundesregierung. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) und ihre Amtskollegen hatten am Mittwoch vorgeschlagen, dass geimpfte Beschäftigte etwa in Kliniken und Pflegeheimen eine Isolation wegen einer Infektion nach fünf Tagen mit einem negativen PCR-Test beenden können. Nonnemacher hält außerdem eine Ausweitung der FFP2-Maskenpflicht für sinnvoll.