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Brandenburger Landtagspräsidentin hofft auf stärkere Öffnung für Besucher

Ulrike Liedtke, Präsidentin des Landtages, spricht in einem Interview. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Potsdam (dpa/bb) - Der Brandenburger Landtag könnte sich nach Angaben von Parlamentspräsidentin Ulrike Liedtke bald wieder noch stärker für Besucher öffnen. Sie kündigte an, dass der Corona-Pandemiestab kommende Woche darüber berate, ob Besucher in den Plenarsitzungen zugelassen werden und ob die Maskenpflicht gelockert wird. «Was die Sicherheit angeht, bin ich sehr froh, dass wir während der ganzen Zeit keinen Corona-Fall im Landtag hatten. Es gab Abgeordnete und Mitarbeiter, die sich angesteckt haben, aber zu Hause», sagte Liedtke der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. «Ich freue mich auch, dass wir in Ausschusssitzungen bedingt wieder Besucher zulassen können. Die Plenarsitzungen haben wir noch nicht geöffnet, weil wir den Abstand von 1,50 Meter sichern und den Abgeordneten Gelegenheit geben müssen, in die Besucherebene zu gehen. Ich hoffe aber, das wird auch bald kommen.»

Die Plenarsitzungen fanden während der Corona-Krise immer statt, aber mit Auflagen. Die Ausschüsse tagten zwischenzeitlich nur im Internet, sie kommen inzwischen wieder im Landtag zusammen und werden auch im Netz übertragen. Seit 1. Februar gilt im Parlament die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske oder einer medizinischen Maske. Wenn der Mindestabstand von 1,50 Meter gegeben ist und die Plätze wie teils im Plenarsaal mit Plexiglas voneinander getrennt sind, kann die Maske abgenommen werden, auch am Rednerpult. Besuchergruppen von bis zu zehn Personen sind wieder zugelassen, aber nicht im Plenarsaal.

«Der Pandemiestab des Landtages berät in den kommenden Tagen gemeinsam mit dem Betriebsarzt auch darüber, ob man die Maskenpflicht in bestimmten Bereichen des Gebäudes lockern kann, weil die meisten Menschen geimpft sind», sagte die Landtagspräsidentin. Schon jetzt könnten Gäste das Haus besuchen, mit dem Audioguide umhergehen und Ausstellungen ansehen. Schwierig seien bisher noch Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler in den Schulen, weil nicht alle Schulen Besucher von draußen zuließen.


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