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Brandenburg war zweittrockenstes Bundesland im Jahr 2021

Die Bäume im Park Babelsberg werfen bei Sonnenschein lange Schatten über die teilweise grünen Wiesen. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Potsdam/Offenbach (dpa/bb) - Brandenburg war im Jahr 2021 nach ersten Werten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) das zweittrockenste Bundesland. Es fielen demnach rund 590 Liter Regen je Quadratmeter. Das langjähriges Mittel in der Mark liegt bei 573 Liter pro Quadratmeter. Berlin war in diesem Jahr mit rund 560 Litern Regen je Quadratmeter erneut die trockenste Region in Deutschland. Bei der Hitze gab es einen Spitzenwert: Demnach meldete Baruth/Mark neben Berlin-Tempelhof am 19. Juni den deutschlandweiten Höchstwert mit 36,6 Grad. Die Sonne zeigte sich 2021 in Brandenburg 1650 Stunden. Das war mehr als im langjährigen Mittel, das bei 1634 Sonnenstunden liegt. In tropischer Luft gab es Ende Juni in Ludwigsburg in der Uckermark starken Regen: Am 30. Juni kam mit 198,7 Litern pro Quadratmeter deutschlandweit die höchste Tagessumme und zugleich die höchste tägliche Niederschlagsmenge in einem Juni vom Himmel.

«Unsere Bilanz des Jahres 2021 ist zwiespältig», sagte Tobias Fuchs, Klima-Vorstand des DWD, mit Blick auf die deutschlandweiten Werte. Es habe zum Glück keine neuen Temperaturrekorde gegeben und für fast alle Regionen ausreichend Niederschlag. «Zugleich war 2021 aber auch das Jahr der schlimmsten Flutkatastrophe seit Jahrzehnten.» Diese Wetterextreme seien Folgen des Klimawandels, die jeden treffen können, meint Fuchs. «Wer das Klima schützt, schützt sich selbst.» Unterm Strich gab der DWD das Jahr als durchschnittlich nass, leicht zu sonnig und zu warm an.