Brandenburg: Medizinische Versorgung braucht ausländische Ärzte

Brandenburg: Medizinische Versorgung braucht ausländische Ärzte. Symbolfoto von Patrick Pleul/Zentralbild/dp

Die Landesärztekammer in Brandenburg hat dazu aufgerufen, ausländischen Medizinern ohne Vorurteilen und mit Toleranz zu begegnen. «Ohne ausländische Ärztinnen und Ärzte wäre eine flächendeckende medizinische Versorgung in Brandenburg nicht mehr möglich», sagte der Präsident der Landesärztekammer Brandenburg, Frank-Ullrich Schulz, am Montag in Potsdam. Aktuell hätten 17,8 Prozent der in Brandenburg tätigen Mediziner eine ausländische Staatsbürgerschaft.

Die Ärztekammer appellierte, es sei besonders wichtig, den ausländischen Ärzten aufgeschlossen und vorurteilsfrei entgegenzukommen und «eine Kultur des Pluralismus, der Toleranz und Kompromissfähigkeit zu leben und sich dabei Tendenzen entgegenzustellen, die solche demokratischen und freiheitlichen Prinzipien missachten». Die Ärzteschaft verurteile alle extremistischen politischen Bestrebungen und bekenne sich zu einer demokratisch-freiheitlichen Diskussionskultur.

Die Landesärztekammer reagiert damit auf Debatten über ein Erstarken der AfD und ein Treffen von Rechtsextremisten, an dem AfD-Politiker sowie einzelne Mitglieder der CDU und der sehr konservativen Werteunion in Potsdam teilgenommen hatten. Der frühere Kopf der rechtsextremen Identitären Bewegung in Österreich, Martin Sellner, hatte bei dem Treffen nach eigenen Angaben über «Remigration» gesprochen. Wenn Rechtsextremisten den Begriff verwenden, meinen sie in der Regel, dass eine große Zahl von Menschen ausländischer Herkunft das Land verlassen soll - auch unter Zwang. Hunderttausende Menschen in Deutschland demonstrierten am Wochenende gegen Rechtsextremismus.



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