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Brandenburg: Einnahmen durch Grunderwerbssteuer vervierfacht

Brandenburg: Einnahmen durch Grunderwerbssteuer vervierfacht. Soeren Stache/dpa

Die Einnahmen durch die Grunderwerbssteuer sind in Brandenburg deutlich gestiegen. Innerhalb von zehn Jahren hat sich die Summe fast vervierfacht. Lag sie 2012 noch bei rund 150.553.100 Euro, waren es 2016 schon 315.915.000 und 2021 dann rund 589.549.300, wie das Finanzministerium in Potsdam auf eine Anfrage aus der AfD-Fraktion mitteilte. Auch der Anteil der Grunderwerbssteuer am gesamten Steueraufkommen ist in dem Zeitraum von 2,6 auf 6,2 Prozent gestiegen. Bei den reinen Landessteuern - zu denen auch die Erbschafts- und die Biersteuer zählen - ist die Grunderwerbssteuer mit Abstand die wichtigste. Ihr Anteil legte von 2012 bis 2021 von 66,1 auf 80,4 Prozent zu.

Grunderwerbssteuer fällt beim Kauf eines Grundstücks an, üblicherweise muss sie der Käufer übernehmen. In Brandenburg liegt der Steuersatz bei 6,5 Prozent, in Berlin sind es 6 Prozent. Der Steuersatz in Brandenburg wurde zum 1. Juli 2015 erhöht, zuvor lag er bei 5 Prozent. Die kontinuierlich steigenden Einnahmen sind aber nicht nur dadurch zu erklären - der Trend hatte schon zuvor eingesetzt.

In Brandenburg werden Grunderwerbsteuervorgänge zentralisiert von den Finanzämtern Calau, Eberswalde und Kyritz bearbeitet. Zum 1. März 2021 wechselte die Zuständigkeit des Finanzamts Eberswalde zum Finanzamt Angermünde.


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