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Bis Jahresende 277 Ermittlungen zu gefälschten Impfausweisen

Ein Impfbuch liegt auf einem Tisch. Foto: Fabian Sommer/dpa/Symbolbild

Potsdam (dpa/bb) - Die Zahl der Fälle von gefälschten Impfausweisen ist nach Angaben des Innenministeriums in Brandenburg rückläufig. Bis zum 30. Dezember habe es 277 Fälle gegeben, in denen kriminalpolizeiliche Ermittlungen zu Impfpass-Fälschungen durchgeführt worden seien, berichtete Innenstaatssekretär Uwe Schüler am Mittwoch im Innenausschuss des Landtags. Ermittelt werde unter anderem wegen des Verdachts der Urkundenfälschung oder der Fälschung von Gesundheitszeugnissen.

Im Vergleich zu November und Dezember sei die Zahl dieser Ermittlungsverfahren aktuell rückläufig, sagte der Innenstaatssekretär. Allein im November hatte es nach Angaben der Polizei 119 Ermittlungen wegen gefälschten Impfausweisen gegeben. Im November hatte die Brandenburger Landesregierung unter anderem den Zutritt zu Gaststätten, Kinos und den Einzelhandel mit Ausnahme von Supermärkten und anderen Geschäften des täglichen Bedarfs auf Geimpfte und Genesene (2G-Regel) beschränkt.

Die Fälschungen flögen meist in den Apotheken auf, wo sich die Bürger mit ihren Impfpässen die elektronischen Bescheinigungen ausstellen lassen könnten, erklärte Schüler. Denn in den Apotheken könnten die Chargennummern der Impfdosen elektronisch überprüft werden, erläuterte er. «Bei besonderen Auffälligkeiten können die Apotheken aber auch in der im Impfpass genannten Arztpraxis anrufen.»