Betroffene Gesichter auf Berliner EM-Fanmeile

Betroffene Gesichter auf Berliner EM-Fanmeile. Foto von Christoph Soeder/dpa

Viele betroffene Gesichter auf der Berliner Fanmeile: Nach dem Ausscheiden der deutschen Mannschaft im Viertelfinale gegen Spanien litten Zehntausende Deutschland-Fans am Brandenburger Tor sichtlich. «Heute gehen sie stiller nach Hause als sonst», berichtete eine Polizeisprecherin der dpa am Abend. Die Bundespolizei schrieb auf der Plattform X: «Der Zustrom an Fans von den Fanzonen zum Berliner Hauptbahnhof läuft. Die Ernüchterung liegt in der Luft.»

Wegen des großen Andrangs waren die beiden großen Fanzonen am Brandenburger Tor und vor dem Reichstag schon lange vor Spielbeginn aus Sicherheitsgründen geschlossen worden. Dabei war der gesamte Bereich der Fanmeile bereits für alle vier Viertelfinalspiele am Freitag und Samstag erweitert worden. Insgesamt wird die maximale Kapazität mit 70.000 Menschen angegeben. 

Veranstalter und Polizei hatten mit zehntausenden Fans gerechnet und gebeten, früh zu kommen. «Egal, wem Sie heute bei #ESPGER die Daumen drücken und ob Sie das mit Chips, Tapas, Bier oder Orangensaft tun (...) Machen Sie sich am besten frühzeitig auf den Weg, dann ist Ihnen ein guter Platz auf der #Fanzone gewiss», schrieb die Polizei im Internet. Mehrere tausend Polizisten waren im Einsatz, um die Fanzonen abzusichern und die Feiern zu begleiten. 

Der Nachmittag hatte mit einem Konzert des Sängers Peter Schilling begonnen. Dessen Hit «Major Tom» mit der Zeile «Völlig losgelöst» wurde im Lauf der Wochen zu einer Art inoffizieller Europameisterschafts-Hymne. 

Das Fußballfest in Berlin geht am Samstagabend weiter, wenn im Olympiastadion ab 21.00 Uhr die Türkei gegen die Niederlande spielt. Auch dann werde ein großer Andrang am Brandenburger Tor erwartet, so die Veranstalter. Türkische und holländische Fans werden vor und nach dem Spiel aber auch in der ganzen Stadt und vor allem nahe dem Ku'damm und am Messegelände feiern. Am Samstag ist auch der Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan beim Spiel in Berlin angekündigt. 


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