Berliner-Polizisten sollen Autofahrer angehalten und bestohlen haben

Berliner-Polizisten sollen Autofahrer angehalten und bestohlen haben. Symbolfoto von pixabay

Zwei Polizisten sollen, außerhalb ihrer Dienstzeit in Uniform einen Autofahrer angehalten und ihm 55.000 Euro Bargeld gestohlen haben. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat nun Anklage gegen die zwei Männer im Alter von 45 und 48 Jahren erhoben. Das geht aus einer Pressemitteilung der Generalstaatsanwaltschaft Berlin von Freitag hervor. Den zwei Beamten wird gemeinschaftlich schwerer Raub in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen.

Der Polizeihauptkommissar und der Polizeioberkommissar haben laut Staatsanwaltschaft im Juli vergangenen Jahres bei einer angeblichen Personenkontrolle einen damals 62-jährigen Autofahrer in Höhe des Berliner Messedamms aus dem Verkehr gewunken. Einer der Polizeibeamten soll seine Dienstwaffe dabei gut sichtbar am Gürtel getragen haben, hieß es. Anschließend sollen die Beamten den Autofahrer mit Handschellen gefesselt und in ihr ziviles Dienstauto gebracht haben. Dabei habe der Autofahrer laut Generalstaatsanwaltschaft Schmerzen erlitten.

Die Polizisten sollen anschließend Bargeld und zwei Mobiltelefone aus dem Auto gestohlen haben, hieß es. Ob und woher den zwei Männern bekannt war, dass der Mann eine derart hohe Menge Bargeld mit sich führte, sei nach wie vor unbekannt. Der 45-Jährige sitzt nun in Untersuchungshaft. Der 48-Jährige ist mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Ob die Anklage zugelassen wird, entscheidet nun das Landgericht Berlin.


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