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Berliner-Elternvertreter kritisieren Festhalten an der Präsenzpflicht

Ein Mund-Nasen-Schutz liegt im Unterricht auf Unterlagen. Foto: Matthias Balk/dpa/Symbolbild

Berlin (dpa/bb) - Vor dem Hintergrund der deutlich steigenden Infektionszahlen fordern Berlins Elternvertreter die Aufhebung der Präsenzpflicht an den Schulen. «Ich glaube schon, dass wir an dem Punkt angekommen sind, dass Eltern die Möglichkeit gegeben werden muss, diese Entscheidung für ihr Kind zu treffen», sagte der Vorsitzende des Landeselternausschusses, Norman Heise, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. «Immer wieder darauf zu verweisen, dass die Schulen offen bleiben, ist keine Entscheidung zugunsten der Kinder.» Die Präsenzpflicht schreibt vor, dass alle Schülerinnen und Schüler in die Schulen kommen müssen. Aus Sicht der Eltern sei das falsch. «Es ist nur dieses wirtschaftliche Interesse, dass die Eltern an den Arbeitsplätzen zur Verfügung stehen sollen», sagte Heise. Der Landeselternausschuss hatte schon vor Weihnachten ein Ende der Präsenzpflicht für den Fall gefordert, dass sich die Pandemielage zuspitzen sollte. Ein Sprecher der Bildungsverwaltung sagte am Freitag: «Wir halten an der Präsenzpflicht fest.»