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Berlinale: «Niedriger zweistelliger Millionenbetrag»

Das Plakat eines Corona-Testzentrums ist vor dem Berlinale-Palast zu sehen. Foto: Jörg Carstensen/dpa

Berlin (dpa) - Die Berlinale wird den Bund in Corona-Zeiten mehr als zehn Millionen Euro zusätzlich kosten. «Wir haben noch keine genauen Zahlen für die zusätzlichen Kosten, weil wir die Einnahmeausfälle durch weniger Tickets, Sponsoren oder Filmmarkt noch nicht komplett übersehen können», sagte Kulturstaatsministerin Claudia Roth am Mittwoch in Berlin. «Wir gehen von einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag aus. Wenn wir damit eines der wichtigsten Filmfestivals der Welt absichern und ein Zeichen für die Kultur setzen können, dann sind diese Mittel gut angelegt.» Das rund 30 Millionen Euro teure Filmfestival finanziert sich sonst zu einem Drittel aus Zuschüssen und zwei Dritteln aus Einnahmen.

Die Grünen-Politikerin zeigte sich «guter Hoffnung, dass wir die Berlinale als Präsenzveranstaltung gemeinsam möglich machen können, wenn auch mit schmerzhaften Einschränkungen». Das Filmfestival solle in den Kinos stattfindet, dafür seien Berlinale, das Land Berlin, die Gesundheitsämter und der Bund an Bord. «Wir wollen für die Kultur in der jetzigen Situation ein Zeichen setzen und die Bedeutung des Films im kulturellen Leben unterstreichen», sagte Roth. Zugleich setzt sie auf prominenten Besuch. «Natürlich ist unsere Hoffnung, dass wir auch Film- und Produzententeams hier haben, die ihre Filme dann vorstellen.» Aber auch dabei werde sich die Berlinale strikt an die Corona-Regeln halten.

Die Berlinale 2022 soll trotz gestiegener Infektionszahlen im Februar stattfinden - allerdings mit verschärften Regeln. Die Kapazitäten in den Kinos werden begrenzt, außerdem soll die 2G-plus-Regel gelten. Die Berlinale zählt neben Cannes und Venedig zu den großen Filmfestivals der Welt. Die nächste Ausgabe soll in vier Wochen beginnen. Eröffnet werden soll das Festival dann am 10. Februar mit dem neuen Film «Peter von Kant» des französischen Regisseurs François Ozon.