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BGH hebt Urteil nach tödlichem Überfall auf Juwelier auf

Karlsruhe/Berlin (dpa) - Nach einem tödlichen Überfall auf einen Berliner Juwelier droht dem zu zehn Jahren Haft verurteilten Drahtzieher eine höhere Strafe. Auf die Revision der Staatsanwaltschaft hob der Fünfte Strafsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) in Leipzig das Urteil gegen den Mann auf. Das Berliner Landgericht hatte den damals 45-Jährigen im Mai 2019 wegen besonders schweren Raubes verurteilt. Laut BGH kommt aber auch eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung und wegen Verstößen gegen das Waffengesetz in Betracht. Die Tat sei aber kein Mord gewesen. Das am 4. März verkündete Urteil wurde am Donnerstag veröffentlicht.

Der Serbe, der schon länger von europaweiten Diebestouren lebte, hatte für den Überfall im April 2013 drei Männer angeheuert. Zwei von ihnen hatten den Juwelier mit einem Revolver bedrohen und mit Klebeband fesseln sollen. Entgegen diesen Planungen hatte einer der Männer drei Mal geschossen und den 46 Jahre alten Familienvater in Kopf und Brust getroffen. Der Mann starb. (Az. 5 StR 623/19)

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