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Autoindustrie hält E-Mobilität-Ziele für kaum realistisch

Autoindustrie hält E-Mobilität-Ziele für kaum realistisch
Die deutsche Autoindustrie hält die E-Mobilität-Ziele der Ampel-Koalition für kaum realistisch. Bis 2030 sollen auf deutschen Straßen 15 Millionen Elektroautos fahren, dafür müsste jedes zweite ab jetzt zugelassene Fahrzeug ein E-Auto sein, sagte Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der deutschen Automobil-Industrie (VDA), dem "Focus". Das Ziel der Koalition sei zumindest "sehr ambitioniert".
Das Tempo beim Ausbau der Lade-Infrastruktur müsse sich dann versechsfachen, so Müller. Sie fordert deshalb mit Nachdruck die nötige Infrastruktur ein. "In mehr als der Hälfte der deutschen Gemeinden steht noch kein einziger öffentlicher Ladepunkt", so Müller weiter. Es sei auch "überhaupt nicht" verständlich, in der jetzigen Situation die staatliche Förderung von Plug-in-Hybriden auslaufen zu lassen. "Die Plug-in-Hybride führen viele Menschen an das Thema Elektromobilität heran", sagte Müller gegenüber "Focus". "Sie schaffen Vertrauen - gerade da, wo die Lade-Infrastruktur noch unzureichend ist". Eine Abschaffung des Umweltbonus wäre "das völlig falsche Signal". Zudem wirkten sich Ukraine-Krieg, gerissene Lieferketten und Mangel an Halbleitern auch auf generelle Öko-Ziele aus. "Wenn wir in der Produktion wie zuletzt so einen Strömungsabriss haben, heißt das zugleich, dass Gebrauchtfahrzeuge nicht in Zweit- oder Drittländer weiterverkauft werden. Das hat zur Folge, dass auch dort die CO2-Ziele schwerer erreicht werden."

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