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Ausstellung zum Sandmännchen startet

Requisiten und kleine Puppen aus der Sendung des Sandmännchens in der Ausstellung. Foto: Julian Stähle/zb/dpa/Archivbild

Potsdam (dpa) - Brandenburgs Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer hat das Sandmännchen als eine «gesamtdeutsche Symbolfigur» gewürdigt. «Für mich war der Sandmann immer fortschrittlich», sagte er zur Eröffnung der Ausstellung «Mit dem Sandmann auf Zeitreise», die das Filmmuseum Potsdam anlässlich des 60. Geburtstags des Sandmännchens ab Montag zeigt. «Er besuchte Budapest mit dem Tragflächenboot, den Meeresgrund mit seiner Unterwasserkugel und - in der heutigen Sichtweise politisch etwas unkorrekt - die Müritzer Seenplatte mit dem Wasserflugzeug.»

Seinen ersten Auftritt hatte das Sandmännchen am 22. November 1959 im DDR-Fernsehen. Neun Tage später konterte der Sender Freies Berlin (SFB) mit einer westdeutschen Sandmännchen-Figur.

Neben seinen Besuchen etwa bei den Grenztruppen oder im Pionierferienlager sei der ostdeutsche Sandmann «auch ein wenig subversiv gewesen», sagte Fischer am Sonntag. «Als er beispielsweise in einer Episode mit einem Heißluftballon ankam, wurde diese Folge von der SED verboten, weil sie als technische Anleitung zur Republikflucht angesehen wurde.»

Zudem habe der Sandmann ein frühes Tor zur weiten Welt geöffnet, sagte Fischer laut Mitteilung. Der Sandmann reiste nicht nur in das sozialistische Ausland, sondern auch nach Japan in einem Segelschiff, er war in Ägypten mit dem Kamel unterwegs und bei den Eskimos mit einem Hundeschlitten.

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