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Aufbruchstimmung bei Hertha: Bobic nächster Eckpfeiler

Trainer des Hertha BSC, Pal Dardai. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild

Berlin (dpa) - Fußball-Bundesligist Hertha BSC treibt den Umbau weiter voran und hofft einmal mehr auf bessere Zeiten. Nachdem im vergangenen Dezember der ehemalige Sky-Manager Carsten Schmidt zur alten Dame stieß, nahmen wenig später Trainer Pal Dardai und Sportdirektor Arne Friedrich nach der Trennung von Bruno Labbadia und Michael Preetz die Führungspositionen ein. Einen Monat vor dem neuen Kaderplaner Dirk Dufner steigt am Dienstag mit dem neuen Geschäftsführer Fredi Bobic der nächste Eckpfeiler für eine positive Zukunft ein. «Ein ambitionierter Club, der sich in den vergangenen Jahren schwer getan hat. Ich finde es eine sehr reizvolle Aufgabe», sagte der 49-Jährige der «Welt am Sonntag».

Der ehemalige Bundesliga-Profi, der von 2003 bis 2005 für Hertha in 27 Spielen 14 Tore erzielte, ist seitdem Hertha-Mitglied geblieben. Geschäftsführer Schmidt spricht deshalb nicht von einem Neuanfang, sondern von «einer Rückkehr. Ich freue mich auf Fredi Bobic und sein Team.» Gemeinsam mit dem 37-fachen Nationalspieler wird der 57-Jährige eine Bestandsaufnahme vornehmen, um eine wettbewerbsfähige Mannschaft unter Leitung des am Sonntag auf der Mitgliederversammlung bestätigten Cheftrainers Pal Dardai in die neue Saison schicken zu können. Bobic selbst, dessen Familie nach seiner aktiven Zeit bei Hertha in Berlin wohnen blieb, will «ruhig und gewissenhaft, aber mit vielen Ideen» an seine neue Aufgabe herangehen: «Deshalb ist es wichtig, dass man nun, wenn man etwas verändern möchte, eine Strategie dafür hat und sich auch die nötige Zeit nimmt. Das ist etwas, worauf ich großen Wert lege.»

Hertha erhofft sich von der Verpflichtung einen ähnlichen Erfolg, wie ihn Bobic bei Eintracht Frankfurt geschafft hat, das bis kurz vor Saisonende von der Champions League träumen durfte. Sollte Bobic eine ähnlich schlagkräftige Mannschaft aufbauen, könnten auch die Wünsche von Investor Lars Windhorst nach einem international vertretenen «Big City Club» in Erfüllung gehen.