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Archiv und Tagebücher: Biermann gehen an Staatsbibliothek

Liedermacher und Lyriker Wolf Biermann. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild

Berlin (dpa) - Archiv und Tagebücher des Liedermachers Wolf Biermann gehen heute mit einer feierlichen Übergabe in den Bestand der Berliner Staatsbibliothek über. Die Staatsbibliothek hatte das private und berufliche Archiv sowie die persönlichen Tagebücher des 84-Jährigen mit Hilfe des Bundes sowie der Kulturstiftung der Länder erworben. Biermann spiegele mit seinem Werk wie kein anderer Zerrissenheit und Vereinigung Deutschlands wider, hieß es bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, zu der die Staatsbibliothek gehört. «Er war eine der wichtigsten politischen Stimmen des Widerstands in der DDR. Mit seinen politischen Essays regte er im wiedervereinigten Deutschland wichtige Debatten an.»

Biermann selbst wird zum Festakt Lieder und Gedichte beitragen. Der in Hamburg geborene Künstler war 1953 in die DDR gezogen und lebte in Ost-Berlin. Dauerhafte Auseinandersetzungen mit Staat und Partei gipfelten 1976 in seiner Ausbürgerung, die in Ost und West einen Sturm der Entrüstung auslöste. Biermann lebt mit seiner Frau Pamela in Hamburg, ist aber weiter eng verbunden mit Berlin und denkt nach eigenen Worten immer wieder über eine Rückkehr nach. Die Staatsbibliothek Berlin zählt zu den weltweit wichtigsten Einrichtungen ihrer Art und ist die größte wissenschaftliche Universalbibliothek im deutschsprachigen Raum.


 
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