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Angestellter der Polizei soll Drogen gehandelt haben

«Polizei» steht auf der Uniform eines Polizisten. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Symbolbild

Berlin (dpa/bb) - Kokain, Heroin und Geld: Ein Mitarbeiter der Polizei Berlin wird verdächtigt, mit Drogen gehandelt zu haben. Nachdem ein Polizeibeamter auf ein mutmaßliches Koks-Taxi aufmerksam geworden war, wurde in der Nacht zum Donnerstag in Berlin-Neukölln ein 40-jähriger Angestellter des Zentralen Objektschutzes der Polizei festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Gegen den Mann werde nun erstmal ermittelt, sagte ein Sprecher der Behörde. Momentan bestehe das Angestelltenverhältnis weiterhin.

Den Angaben zufolge hatte ein Beamter ein Auto beobachtet und den Verdacht entwickelt, es könne sich um einen Koks-Lieferdienst handeln. So soll in der Neuköllner Hobrechtstraße ein Mann in das Auto gestiegen, ein kurzes Stück mitgefahren und noch in derselben Straße wieder ausgestiegen sein. Der Beamte sei dem verdächtigen Auto daraufhin gefolgt. Als der Fahrer in der Nähe parkte und in ein Restaurant ging, wurde er laut Polizei kontrolliert und festgenommen. Einsatzkräfte hätten in dem Fahrzeug acht kleine Gefäße mit mutmaßlich Kokain, eine vierstellige Summe Geld und den Dienstausweis des Festgenommenen gefunden. Im Kofferraum hätten zudem «augenscheinlich» seine Polizeischutzweste, sein Reizstoffsprühgerät und weitere Dienstbekleidung gelegen. Der Mann selbst habe zwei Gefäße ebenfalls mit mutmaßlich Kokain bei sich getragen.

In einer anschließenden Durchsuchung der Wohnung des Mannes im Stadtteil Baumschulenweg beschlagnahmten Einsatzkräfte zudem seine Dienstwaffe und Munition sowie eine fünfstellige Geldsumme, wie es weiter hieß. Drogensuchhunde hätten zusätzlich ein kleines Tütchen mit braunem Pulver gefunden - mutmaßlich Heroin.

 


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