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Aktionskünstler HA Schult setzt mit Schrottskulptur Zeichen für "Umwelt statt Unwelt"

Foto: Ansgar M. van Treeck

Am Mittwoch, dem 17. November 2021, stellt der Künstler HA Schult sein Kunstwerk „Der Wertgigant“ auf dem Schinkelplatz in Berlin vor. Die Skulptur ist sechs Meter hoch, drei Tonnen schwer und besteht ausschließlich aus weggeworfenem Elektroschrott - alte Laptops, Kühlschränke, Handys, Waschmaschinen und vieles andere. Erschaffen aus defekten Elektrogeräten startete der Wertgigant seine Reise durch Deutschland mit Stationen in den Landeshauptstädten München, Hannover und Düsseldorf, um seine Geschichte zu erzählen. Aktueller Halt: die Bundeshauptstadt Berlin. Die Statue ist nicht nur ein weiteres Kunstobjekt HA Schults, sondern Ausdruck eines enormen Umweltproblems: Die gigantische Skulptur repräsentiert den Elektroschrott, den deutsche Haushalte in 72 Sekunden produzieren. Innerhalb von nur 20 Stunden entsteht so eine Armee von 1.000 Wertgiganten.

HA Schult, Zeit seines Lebens Aktivist und Mahner gegen Umweltzerstörung und übermäßigen Konsum, setzt mit der sechs Meter hohen Skulptur ein Zeichen für „Umwelt statt Unwelt“. Sein Credo lautet bis heute: „Nur die Kunst bewegt die Zeit.“ Ermöglicht wird das Kunstprojekt durch das Unternehmen Wertgarantie SE. Die in Hannover ansässige Firma hat mit der Studie „Reparieren statt Wegwerfen“ die Grundlage für die Erschaffung des Wertgiganten gelegt. Zusammen mit Künstler HA Schult will Wertgarantie sich für den Kampf gegen Elektroschrott einsetzen. Die Devise lautet: Reparieren statt Wegwerfen. „Es ist Zeit, jetzt zu handeln, weil die enormen Elektroschrottberge uns und unserer Umwelt schon heute schwer schaden“, betont Patrick Döring, Vorstandsvorsitzender der Wertgarantie SE. Bis zum 19. November kann man die Skulptur in der Bundeshauptstadt anschauen. Der Wertgigant soll nach seiner Reise durch Deutschland seinen Platz in Hannover finden.