41.000 Verstöße von Berliner Radlern: Rote Ampeln und Handynutzung

41.000 Verstöße von Berliner Radlern Rote Ampeln und Handynutzung. Foto von Monika Skolimowska/dp

Gefahren für Radfahrer im Straßenverkehr und auch Gefahren, die durch Radfahrer entstehen, sind von der Berliner Polizei zuletzt mit mehr als 1500 Schwerpunktkontrollen im Jahr bekämpft worden. Knapp 20.000 Einsatzstunden seien dafür 2023 angefallen, antworteten Polizei und Senat auf eine Anfrage der Linken. In den Vorjahren seit 2020 waren es deutlich weniger Schwerpunktkontrollen, aber da spielte auch die Corona-Pandemie eine Rolle.

Mehr als 41.000 geahndete Verstöße durch Radfahrer im vergangenen Jahr gab die Polizei an. Im Vorjahr 2022 waren es mehr als 43.000. Am häufigsten wurden dabei Fahrradfahrer erwischt, die rote Ampeln ignorierten. Es folgten Fahren in die falsche Richtung in Einbahnstraßen und auf Gehwegen sowie verbotene Handynutzung auf dem Rad. Am häufigsten wurden Radfahrer dort erwischt, wo auch sehr viele unterwegs sind: in Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Pankow.

Bei rund 22.500 Fällen stellte die Polizei 2023 Bußgeldbescheide aus, in weiteren 14.600 Fällen zahlten die Radfahrer sofort, meist waren das kleinere Verstöße wie Fahren auf dem Bürgersteig und Handynutzung. Dazu kamen noch 4000 Radfahrer, die von Ordnungsämtern gestoppt wurden, auch hier ging es fast immer um die Nutzung der Gehwege.

Die Zahlen der Verstöße von Autofahrern durch zu schnelles Fahren oder Missachten von roten Ampeln liegen um ein Vielfaches höher im Bereich von vielen Hunderttausend, allerdings auch, weil es mehr Autofahrer gibt und weil viele Delikte wie Überschreitungen der Geschwindigkeit und Rotlichtverstöße automatisch durch zahlreiche Überwachungsanlagen erfasst werden.


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